Siebenbürgen

So wechselhaft wie die Geschichte des zentral in den Karpaten gelegenen Siebenbürgen sind auch die Namen eines „Landes im Lande“ mit deutschen Wurzeln und rumänischem sowie ungarischem Einfluss auf die Menschen, die Sprache und deren Kultur. Daher auch die Namensgebung – Siebenbürgen wird im ungarischen Sprachgebrauch „Erdély“ genannt. Die rumänische Bezeichnung „Transilvania“ stammt aus dem lateinischen „Transsilvania“ was so viel wie „Jenseits der Wälder“ bzw. „Durch die Wälder“ bedeutet. Ein Hinweis auf die damalige etwas entrückte Lage des Landes. Woher die deutsche Bezeichnung stammt, ist nicht eindeutig geklärt. Vermutlich geht sie auf eine Volksgruppe zurück; die Siebenbürger Sachsen.

Siebenbürgen liegt im sogenannten „Karpatenbogen“, dem südöstlichen Teil Rumäniens. Die politischen Veränderungen und die damit verbundenen Staatszugehörigkeiten prägten das Land. Mal zu Ungarn gehörend, dann eigenständiges aber tributpflichtiges Fürstentum der Türken, wurde es der Monarchie der Habsburger zugesprochen, um dann wieder zurück an Ungarn zu gehen. Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde es rumänisch und gehört somit seit 2007 der EU an. Flächenmäßig betrachtet ist Siebenburgen mit rund 57.000 Km² etwas großer als Hessen und Nordrhein-Westfalen zusammen. Hier leben, einer Volkszählung aus dem Jahr 2002 zugrunde liegend, rund vier Millionen Menschen, von denen der Hauptanteil Rumänen sind, gefolgt von Ungarn und Roma. Die überalterte deutsche Bevölkerung stellt mittlerweile eine Minderheit dar, die unter einem Prozent liegt. Rumänien wurde 1974 in 41 Verwaltungsgebiete eingeteilt, von denen neun zu Siebenbürgen gehören. Klimatisch betrachtet, verfügt Siebenbürgen über drei Klimazonen, die sich von Hochlandklima über Mittelgebirgsklima bis hin zu einem alpinen Klima erstrecken. In der Gesamtbetrachtung herrscht ein leicht gemäßigtes Kontinentalklima mit großen Temperaturunterschieden zwischen den Jahreszeiten. Die Flora und Fauna Siebenbürgens erfreut sich einer großen Artenvielfalt, wie sie heute nur noch selten anzutreffen ist. Kein Wunder, denn das Land ist bis zu 40% mit Wald bedeckt.

Der ultimative Tipp für ein originelles Mitbringsel aus Rumänien ist eine Kommode aus Siebenbürgen. Sie lässt sich nicht nur ins Wohnzimmer stellen, um dort viel Stauraum zur Verfügung zu haben. Gleichermaßen ist ein Einsatz im Schlafzimmer möglich. Es gibt verschiedene Modelle, die dort die Funktion von einem Nachttisch erfüllen können. Größere Modelle können dabei besonders viel Fläche zur Ablage bieten. Dass es sich um ein bequemes Möbelstück handelt, kann auch von der sprachlichen Bedeutung hergeleitet werden. Der lateinische Begriff "comodus" steht für "bequem".